Feb 02 2012

Was ist Westernreiten ?

Das Westernreiten bezeichnet einen Reitstil, der sich von der Reitweise der Cowboys ableitet. Für die Arbeit am Vieh muss das Pferd vor allem ausdauernd und eigenständig sein. Während das Pferd beim englischen Reiten ständig an den Hilfen steht, werden beim Westernreiten kurze Hilfen gegeben, das Pferd muss deutlich selbstständiger agieren. Da der Cowboy oft tagelang im Sattel sitzt, ist der Sitz entspannter, die Steigbügel sind länger und die Sättel breiter. Dadurch verteilen sie auch das Gewicht weiter auf dem Pferderücken. Die Zügel werden lang und meist in einer Hand geführt, die andere Hand bleibt frei für weitere Arbeiten. Die Gänge beim typischen Westernpferd (zum Beispiel Quarter Horses) sind weicher und weniger raumgreifend, das Pferd soll schließlich lange Strecken laufen und der Reiter möglichst bequem sitzen. Für lange Ritte wird meist im Jog, einem langsamen Trab, geritten.

Bei der Arbeit am Vieh musste das Pferd schnell und wendig sein. Es musste außerdem die Bewegung der Kühe vorausahnen und selbstständig darauf reagieren, also über den sogenannten cow sense verfügen. Auch in Turnieren finden sich diese Elemente wieder. Beim Reining beispielsweise werden schnelle Wendungen, Galoppwechsel und Sliding Stops (schnelle Stopps, bei denen das Pferd mit den Hinterbeinen weit unter den Körper rutscht) vorgeführt. Beim Trail müssen Hindernisse wie Holzbrücken oder Weidetore passiert werden. Viele Freizeitreiter reiten ihre Pferde im Westernreitstil, da er auch gut für lange Gelände- und Wanderritte geeignet ist.

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