Jun 27 2012

Pferdefreunde unter sich – die Reitbeteiligung

Der Traum vieler junger Mädchen ist ein eigenes Pferd, doch die Pferdehaltung verursacht mitunter hohe Kosten. Deshalb überlegen viele Reiter, die sich kein eigenes Pferd leisten können oder wollen, ob sie sich eine Reitbeteiligung suchen.

Dieser Wunsch kommt so manchem zeitlichen bedrängten Pferdehalter entgegen, denn neben den Kosten ist der Reitsport auch sehr zeitaufwendig. Die Tiere müssen vor und nach dem Ritt versorgt werden, der Halter dabei sein wenn das Pferd zum Hufschmied muss, zudem braucht das Sattelzeug Pflege und vieles mehr.

Angebote für eine Reitbeteiligung finden sich äußerst selten in Zeitschriften. Meistens funktioniert die interne Kommunikation in den Reitställen aber sehr gut. Eine gute Quelle, einen eventuell passenden Reiterkameraden für das eigene Tier zu finden, ist der Reitlehrer. Er kennt die Stärken und Schwächen seiner Schüler und weiß, wer gerne eine Reitbeteiligung hätte. Außerdem kann er in der Regel gut beurteilen, ob die Dreierkombination Halter-Pferd-Beteiligung(en) passen könnte. Die Reitstile und die Philosophie müssen genauso harmonieren, wie das reiterliche Können mindestens auf gleichem Niveau liegen sollte, damit das Pferd keinen Schaden nimmt. Es macht wenig Sinn, wenn sich zum Beispiel ein nervöser Reiter oder ein Reitanfänger an einem jungen Pferd beteiligt.

Die Kosten für eine Reitbeteiligung hängen sowohl von der Art als auch von der Region ab, es gibt keine feste Preisspanne. Im Raum München kann eine Reitbeteiligung fast so teuer sein wie die Komplettversorgung eines Pferdes inklusive Weidegang und Futter in den ländlichen Bereichen von Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein. Auch wie häufig das Pferd bewegt wird und in wieweit die Reitbeteiligung bei andern Kosten wie Hufschmied und Ähnliches eingebunden ist, beeinflusst den Preis.

Im Rahmen einer Reitbeteiligung unverzichtbar für den Pferdebesitzer ist der Einschluss des Fremdreiterrisikos in seine Pferdehalterhaftpflichtversicherung. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Schäden, die einem Fremdreiter entstehen können, nicht durch die normale Haftpflichtversicherung gedeckt. Eine schriftliche Verzichtserklärung der Reitbeteiligung wird im Falle eines Unfalls wirkungslos, sowohl Krankenkassen als auch im schlimmsten Fall Rentenversicherungen sind berechtigt, die entstehenden Kosten vom Pferdehalter einzufordern.

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